Feuerwehr – Wie funktioniert das eigentlich?

Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt?

Wir möchten Ihnen hier ein paar Antworten auf folgende Fragen geben: Wo muss ich denn anrufen, wenn es brennt? Wer kommt da eigentlich? Was kann die Feuerwehr alles? Was sollte ich selbst machen um mich und meine Familie zu schützen?

Fangen wir mal vorne an. Jede Gemeinde/Stadt in Hessen, aber auch in anderen Bundesländern, muss nach dem Hessischen Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz, kurz HBKG, den Brandschutz in der Gemeinde/Stadt sicherstellen. Dazu unterhält die Gemeinde/Stadt in der Regel eine öffentlich, rechtliche Feuerwehr. Diese besteht aus den von der Stadt/Gemeinde finanzierten Fahrezeugen, Gerätschaften, Feuerwehrhäusern und in der Regel den freiwilligen Feuerwehrleuten.

Neben der öffentlich rechtlichen Feuerwehr gibt es oft noch Feuerwehrvereine. Diese bestehen aus fördernden Mitgliedern, die das Feuerwehrwesen in ihrer Gemeinde unterstützen möchten. Darüber hinaus beteiligen sich die Vereine oft an Veranstaltungen im Ort und unterstützen das Gemeinwohl. Die Feuerwehrvereine gibt es schon viel länger als die öffentlich rechtliche Feuerwehr, in Schwalheim seit 1936. Früher waren die aktiven Mitglieder im Verein diejenigen die zum Löschen gerufen wurden, wenn es mal brannte.

Heute müssen Sie einfach ein Telefon bei sich haben (wenn man selbst keins hat, ist meist Einer in der Nähe, der ein Mobiltelefon einstecken hat) und die Nummer 112 anrufen. Das funktioniert ohne Vorwahl aus jedem Netz. In ganz Deutschland werden Sie dann mit der Leistelle der Feuerwehr des jeweiligen Landkreises oder der Stadt verbunden. Hier können Sie alle medizinischen und sonstige Notfälle melden. Also auch Brände, Verkehrsunfälle, Gefahren für die Umwelt, usw. Nach Ihrem Anruf sollten in Hessen maximal 10 Minuten vergehen, bis Hilfe bei Ihnen ist. Diese Regel gilt allerdings nur für bewohntes Gebiet. In abgelegenen Gebieten, z.B. Wäldern kann es auch etwas länger dauern.

Hinter dem Begriff „Feuerwehr“ verbergen sich im allgemeinen Sprachgebrauch meist zwei Institutionen. Zum einen die sogenannte „öffentlich-rechtliche Feuerwehr“ zum Anderen die „Feuerwehrvereine“. Die öffentlich-rechtliche Feuerwehr stellt in jeder Stadt/Gemeinde den Brandschutz sicher. Dazu verpflichten sich freiwillige Mitglieder der Stadt/Gemeinde, werden mit Ausbildung und Ausrüstung ausgestattet und kommen im Ernstfall zum Einsatz. Die Feuerwehrvereine wurden gegründet um das Feuerwehrwesen in der Stadt/Gemeinde zu unterstützen. Dazu leisten die Mitglieder einen meist finanziellen Beitrag, gehen aber keine weiteren Verpflichtungen ein und müssen im Ernstfall auch nicht zum Einsatz kommen.